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Lollipop Monster auf der Berlinale

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23. Januar 2011 von ::

Laut Angaben der Produktionsgesellschaft Network Movie soll Ziska Riemanns Film Lollipop Monster am 15. Februar auf der Berlinale in der Reihe Perspektive Deutsches Kino 2011 uraufgeführt werden. Der Film über zwei Teenager aus schwierigen Elternhäusern mit Nicolette Krebitz in einer Nebenrolle war bisher unter dem Arbeitstitel Friedenau bekannt.
Produziert wurde der Film im Auftrag der Redaktion Das kleine Fernsehspiel des ZDF. Ein Sendetermin ist meines Wissens noch nicht bekannt.

Die 61. Internationalen Filmfestspiele Berlin laufen dieses Jahr vom 10.-20. Februar. Das offizielle Programm wird wohl Anfang Februar vorgestellt und ab 7.2. soll es an den Vorverkaufsstellen und im Internet unter Berlinale.de dann auch die Tickets zu erwerben geben.

Nachtrag: Warum einfach, wenn’s auch kompliziert geht. So scheint das Motto des Berlinale Ticket-Verkaufs zu lauten. Es gibt also ab heute ein paar Online-Tickets für die Filmvorstellung am 16.2. um 21:30 Uhr im Yorck – für andere Vorstellungen des Films am 15. & 16.2. beginnt der Verkauf aber erst am 12. oder 13.2. je ab 10 Uhr. Alles klar? Nein? Den ganzen Wahnsinn gibt’s hier.

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Anfang April in Berlin

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13. März 2010 von ::

… feiert Stefan Kornatz‘ Verhältnisse im Kino Babylon in Mitte seine Berlin-Premiere  – laut Ankündigung im Rahmen der Reihe Neuer deutscher Film mit Regisseur und Darstellern. Das wären ja u.a. Devid Striesow, Nicolette Krebitz, Lars Eidinger und Harald Schrott, die am 1. April ab 21:15 Uhr dort zu sehen sein sollten – ob nun live oder nur auf der Leinwand kann ich nicht sicher sagen. Also schaut bitte einfach mal selbst vorbei.

Für alle, die nicht dort sein können, aber dafür über Fernsehempfang verfügen, ist der Film dann am 7.4. in der ARD zu sehen.

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Am Sonntag in Berlin

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9. Dezember 2009 von ::

… werden im Kino Babylon Mitte laut Ankündigung Jan Plewka & Christian Neander vor der Vorführung von Liebeslied ab 17:30 Uhr einige Titel des Film-Soundtracks live spielen. Außerdem sollen Regisseurin Anne Høegh Krohn und – jetzt kommt der Grund, den Ausflug fest zu planen – Nicolette Krebitz vor Ort sein.

Ich weiß nicht, ob Coco mit singen wird, aber nachdem ich sie schon im Sommer in Ludwigshafen knapp verpasst habe, werde ich jetzt gleich eine Karte reservieren.

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Freitag, der 13. – einen Monat später

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15. März 2009 von ::

Clemens Meyer bloggt über die  Buchmesse Leipzig:
Alles Prima. Lesen Sie Zeitung. Kommen Sie ins „Bricks“. Fahren Sie nicht nach Köln. Einsturzgefahr.
Kann sein, das er recht hat, aber ich höre nicht auf ihn und fahre in den Sonnenuntergang ;-)

Wieder ein Freitag, der 13., diesmal gibt es keine Filmpremiere wie im Februar in Berlin, sondern eine Lesung in Köln. Also etwas, wo ich dabei sein kann. Und da ich eine sehr schöne Erinnerung an einen Abend der lit.cologne von 2007 habe und es auch aus anderen Gründen hervorragend passt, nach Köln zu fahren, schaue/höre ich mir am Abend die Lesung von Willy Vlautins Northline im Theaterhaus in Ehrenfeld an. Ich bin leider zu spät und sitze zwar nahe, aber sehr seitlich zum Podium, so das es mit sinnvollen Fotos nix wird. Sorry.
Der Veranstalter verspricht zu Beginn übrigens, Bilder aller Veranstaltungen im Festival-eigenen Blog zu veröffentlichen, aber bis jetzt habe ich auch davon nichts gesehenund in der Fotogalerie auf litcolony.de sind unter  Nr. 201, 208, 210 und 216 sowie 217 auch welche zu sehen. Wobei 208 und 210 nach der Lesung abends beim Essen im Schokoladenmuseum entstanden sind.

Willy Vlautin und Bandkollege Dan Eccles starten den Abend mit Musik und Moderator Bernhard Robben macht beim Interview einen wesentlich besseren Eindruck, als 2007 der Herr Balmes. Ich wäre zwar auch mit ein paar Fragen weniger gut klargekommen, besonders da es im Zuschauerraum eher kühl ist und die Stühle nicht die bequemsten sind, aber Willy Vlautin kommt insgesamt als sehr interessanter, bodenständiger Mensch rüber, der mit seiner Hauptfigur mitgelitten hat und genau weiß, worüber er schreibt und singt. Auch das ein großer Unterschied zur damals eher „designed“ wirkenden Marisha Pessl.

Nicolette Krebitz liest einige Kapitel des Buches in der deutschen Übersetzung, Willy – unterstützt von Dans Musik – aus dem  Original, das mir im ersten Eindruck „flüssiger“ erscheint und beide enden nach ca. 2 Stunden mit einem deutsch-amerikanischen Duett einer Dialogszene. Ein sehr schöner Abend. Nur ein klein wenig getrübt durch die Nichtverfügbarkeit des Hörbuches am Verkaufsstand. Hätte ich doch gern ein von beiden signiertes Exemplar gehabt. Nun ja, es kann nicht alles klappen.

Samstag Abend war die gleiche Besetzung noch mal auf der Buchmesse Leipzig im Spinnwerk und vielleicht hat Coco den Herrn Meyer dort gesehen.

Wer’s bisher nicht geschafft hat, die Lesung zu besuchen, bekommt nur noch eine Chance am 18.März im Berliner White Trash. Alle anderen Termine absolvieren Willy und Dan mit anderen „deutschen Stimmen“.

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Drei Schwestern wieder auf der Bühne

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15. November 2008 von ::


Plakat Drei Schwestern (© Theater am Kurfürstendamm – Foto: Johannes Zacher, Grafik-Design: Heiko Rogge)

Ab Sonntag, den 16. November, sind Nicolette Krebitz, Jasmin Tabatabai und Katja Riemann wieder gemeinsam auf der Bühne des Theaters am Kurfürstendamm in Tschechows Drei Schwestern zu sehen. Falls also jemand die Aufführungen im Sommer verpasst hat oder das Stück unbedingt noch mal sehen will, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, um nach Berlin zu fahren.

Die genauen Termine und Möglichkeiten, Karten zu bestellen, gibt es auf der Webseite des Theaters.

Nachtrag: Die Termine, die ich hier im Frühjahr erfasst habe, haben sich noch etwas geändert. Morgen (am 18.11.) gibt es natürlich keine Vorstellung, dafür heute Abend (17. November) sowie zusätzlich auch am 1. Dezember. Die Vorstellung am Sonntag (23.11.) beginnt erst 20 Uhr.

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Die Unvollendete …

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29. August 2008 von ::

… lautet der Titel von Nicolette Krebitz‘ Kurzfilm, den sie in der zweiten Septemberwoche in Berlin für den Episodenfilm mit dem Arbeitstitel Deutschland 09 drehen wird. Der gesamte Film soll nach Pressemitteilungen ein politisch-poetischer Reflex auf die aktuelle Lage der Nation sein und wird aus den Beiträgen mehrerer Regisseure (u.a.Tom Tykwer und Fatih Akin) in den nächsten Wochen und Monaten an verschiedenen Orten entstehen. 2009 soll er dann von Piffl Medien in die Kinos gebracht werden.

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3×1

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5. Juni 2008 von ::

Hinweis: Der nachfolgende Text spiegelt subjektive Eindrücke wider. Ähnlichkeiten mit objektiver Berichterstattung sind naturgemäß rein zufällig ;-)

An diesem Sonntagnachmittag fand ich mich unerwartet in der alten Bundesrepublik wieder. Vom Charme des Hotelzimmers bis zu den Kostümen mancher Theaterbesucher (wo waren all die jungen Fans?) am Ku’damm in Berlin war alles so, wie ich es aus den halb-verdrängten Fernsehserien meiner Kindheit kannte, irgendwo zwischen Ich heirate eine Familie und Praxis Bülowbogen. Nur die Preise, die waren dann doch in Euro, was geholfen hat, sehr schnell in die Realität zurückzufinden. Dabei fällt mir ein, das wunderbare Plakat der Drei Schwestern lässt sich für 8 Euro an der Theaterkasse erwerben.

(c) Theater am Kurfürstendamm, Foto: Johannes ZacherAber dieses merkwürdige Gefühl, im falschen Film zu sein, verflog dann doch recht schnell, als auf der Bühne des Theaters am Kurfürstendamm die Szenerie irgendwo in einer russischen Provinzstadt auftauchte, in der das Leben so völlig alltäglich, banal, scheinbar abhanden gekommen sein muss. Die 3 Schwestern Olga, Mascha und Irina sind vor elf Jahren in diesen Ort gezogen, von dem irgendjemand so oft behauptet haben muss, das es da »ganz hervorragend für Kinder« sei, das es keiner mehr hören kann. Nun sind Mutter und Vater mittlerweile tot und der einzige Bruder Andrej damit beschäftigt, abwesend zu sein. Unterhaltung, Liebe, Freude, Zukunft, … fast alles außer Zeit und Geld fehlt diesen Frauen, die sich in Arbeit flüchten, Traumbilder oder Melancholie – nur weg aus der ewigen Wiederholung Alltag, die am liebsten nach Moskau ziehen würden, den Platz ihrer Kindheit, den Ort ihrer Träume vom Leben und den dazu passenden Männern. Die Herren, die es in der Provinz gibt, passen offensichtlich nicht in ihre Vorstellungen.

Olga, die Dozentin, hat das Heiraten verpasst, fühlt sich zu alt, will doch auch mal umarmt werden, aber es ist ja keiner da, der das kann. Katja Riemann spielt die älteste Schwester Olga, die ihren aufgestauten Frust meist an der verhassten, unsichtbaren Schwägerin auslässt und trifft mir ihren bissigen, staubtrockenen und teils urkomischen Bemerkungen genau den Ton, der sehr gut in ein solches Theater passt, in dem Lachen zum Glück nicht verboten ist.

Jasmin Tabatabais Mascha hat zwar den Psychiater Kulygin (Frank Voigtmann, der sehr gekonnt eigentlich zwei Rollen auf einmal spielt) geheiratet, aber jener ist eher damit beschäftigt, sie zu analysieren, darüber zu reden, sie von seelischen Komplexen befreit zu haben, als auch nur annähernd Liebe zu zeigen. Sie lässt ihren Gefühlen freien Lauf, sehr temperamentvoll, eindringlich, souverän, oft mehr oder weniger gereizt, mal euphorisch, mal rasend. Mascha gerät auf eine emotionale Achterbahnfahrt als der Jurist Werschinin (Jörg Pintsch) auftaucht und mit ihm für sie die Liebe: nur auf Zeit, sozusagen aus Moskau zu Besuch, unerklärlich, aber da. Eine Liebe, die letztlich ihren Mann dazu bringt, nach sich selbst zu suchen und auch sein Empfinden zu zeigen: im verzweifelten Vollrausch kommt seine »Liebe« in ihrer brutalsten Form.

Und Irina, die jüngste, umwerfend von Nicolette Krebitz gespielt, kann mit der Realität so gar nichts anfangen, kann nicht schlafen, nicht mit Leuten reden, weiß nicht, was sie fühlen soll, kann nichts empfinden und will nur das. Sie wird besonders von diesem freien Journalisten Tusenbach (Heiko Senst) belagert, der vorgibt, eine Dokumentation über die 3 Schwestern machen zu wollen, sich aber weigert, voran zu kommen, in Widersprüche verstrickt und Fragen stellt, die ihm hier keiner beantworten kann und will.

Soweit zu den handelnden Personen – und die Musik? Eröffnet wird die Vorstellung mit einem wunderbaren Song über Einsamkeit aus P.T. Andersons Magnolia – Aimee Mann’s One – und es folgen noch eine Reihe unterschiedlicher, meist sehr schöner Lieder (sagen wir vorerst mal: von Portishead bis Michael Jackson), mal als Soundtrack, dann wieder einbezogen in die Handlung, gespielt und mittendrin sogar live gesungen – eine Liebeserklärung an Ökozigaretten – j’amaisrican spirit ;-)
Also Humor kommt wirklich nicht zu kurz.

Der Schlussapplaus hat sie alle verdient gefeiert – lang und heftig und voller Begeisterung – die Bekannteren vielleicht etwas mehr als die anderen, aber das mag subjektiv sein. Und egal was die Blaumiesen gerade affektiert ins Feuilleton k….., es lohnt sich, eine Vorstellung zu besuchen. (Mach ich auch bald noch mal.)

Auf der nachfolgenden Party erschien Coco in einem tollen Kleid aus einer anderen Zeit und freute sich auf ihren ersten richtig freien Tag seit Wochen. Den hat sie sich wirklich verdient. Des Nachts zeigte dann mein Hotelwecker stoisch: 0:20 Uhr. 3:09 Uhr. 5:36 Uhr. One is the loneliest number. 3 auch.